Journalisten im Kriegseinsatz: Syrien war das gefährlichste Land 2013

Kurzmitteilung Gepostet am

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Allein im vergangenen Jahr verloren 134 Journalisten und ihre Teamkollegen bei der Arbeit ihr Leben. Das vom Bürgerkrieg gebeutelte Syrien war für die Reporter in dieser Zeit das gefährlichste Pflaster, noch vor dem Irak, den Philippinen, Indien und Pakistan.

Die jüngste Analyse des International News Safety Institute (INSI) in London offenbart erschreckende Zahlen. Ganze 134 Reporter kamen im Jahr 2013 bei ihrer Arbeit ums Leben. Bereits das zweite Jahr in Folge gilt Syrien als das gefährlichste Einsatzgebiet. Hier starben allein 20 Journalisten. Dem türkischen Nachbarstaat folgen der Irak mit 16 Toten, die Philippinen mit 14 Toten, Indien mit 13 Toten und Pakistan mit neun Toten.

Insgesamt 65 Journalisten starben dem INSI-Report „Killing The Messenger“ zufolge bei einem Einsatz in einem Krisengebiet. 51 verloren ihr Leben auf friedlichem Terrain, wo sie sich mit Themen wie Kriminalität und Korruption befassten. 18 starben bei Unfällen. Das berichtet das Nachrichtenportal Worldbulletin. Einheimische Journalisten waren mit 123 der Toten 2013 die Hauptopfer. So waren von den 20, die in Syrien starben, 16 syrische Staatsangehörige.

Insgesamt lag die Zahl der Toten etwas unter dem Wert im Jahr zuvor, als 152 Journalisten zu beklagen waren. Im Jahr 2012 starben 28 Reporter in Syrien, 18 in Somalia, 12 in Nigeria, 11 in Mexiko und 11 in Pakistan.

Gleichzeitig würden jedoch Angriffe, Drohungen und Entführungen von Reportern zunehmen, so INSI. Alarmierend zudem: Die meisten Morde blieben ungestraft. Immerhin starben mit 85 Opfern die meisten Journalisten durch Schussverletzungen. Andere starben bei Explosionen, Messerstechereien und durch Schläge, unter Folter oder durch Strangulation.

INSI stellt diese Zahlen bereits seit 1996 zusammen. Das Hauptaugenmerk der Organisation liegt auf dem Bereitstellen von Sicherheitstrainings für Journalisten, die in gefährlichen Situationen agieren.

Gardy Gutmann

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